68. jährliche Grammy Awards heben musikalische Leistungen, politische Statements und unerwartete Schließungen hervor
Die 68. jährlichen Grammy Awards, die am Sonntag in Los Angeles stattfanden, ehrten die Besten der Musik und boten gleichzeitig politische Statements und unerwartete Ankündigungen. Kendrick Lamar dominierte die Nominierungen mit neun und sicherte sich laut CBS News Siege für "Record of the Year", "Best Rap Album", "Best Rap Song" und "Best Melodic Rap Performance". Die Preisverleihung, die live auf CBS übertragen und auf Paramount gestreamt wurde, erlebte auch, wie Bad Bunny seine Dankesrede nutzte, um U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) zu verurteilen. In anderen Nachrichten kündigte Präsident Trump an, dass das John F. Kennedy Center for the Performing Arts ab dem 4. Juli für zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werde.
Lamars Gewinn für "GNX" markierte sein fünftes Studioalbum in Folge, das für das Album des Jahres nominiert wurde, eine Premiere für jeden Künstler, so Variety. Trevor Noah moderierte die Grammys zum sechsten Mal in Folge. Steven Spielberg erreichte den EGOT-Status und sicherte sich einen Grammy, um seine Sammlung von Emmy-, Grammy-, Oscar- und Tony-Awards zu vervollständigen.
Bad Bunny, der den Grammy Award für sein Album "Debí Tirar Más Fotos" in der Kategorie Música Urbana Album entgegennahm, gab ein kraftvolles Statement ab. "Bevor ich Gott danke, sage ich ICE out", erklärte er und fügte hinzu: "Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Aliens. Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner." Seine Aussage wurde laut CBS News mit Applaus und Standing Ovations aufgenommen. Die Aussage fiel mit landesweiten Protesten gegen ICE zusammen.
Die Grammy Awards führten in diesem Jahr auch zwei neue Kategorien ein: Best Traditional Country Album und Best Album Cover, wodurch sich die Gesamtzahl der Auszeichnungen auf 95 erhöhte. Die Kategorie, die früher als Best Country Album bekannt war, heißt jetzt Best Contemporary Country Album.
In einer separaten Ankündigung erklärte Präsident Trump, dass das Kennedy Center in Washington, D.C., für etwa zwei Jahre wegen "Construction, Revitalization, and Complete Rebuilding" geschlossen werde. Trump sagte in einem Social-Media-Post, dass die Entscheidung, das Zentrum vollständig zu schließen, nach einer einjährigen Überprüfung durch Experten gefallen sei. "The temporary closure will produce a much faster and higher quality result!", schrieb Trump auf Truth Social. "This important decision, based on input from many Highly Respected Experts, will take a tired, broken, and dilapidated Center, one that has been in bad condition, both financially and structurally for many years, and turn it into a World Class B."
Die Ostküste hatte am Sonntag auch mit einem heftigen Wintersturm zu kämpfen. Schneesturmähnliche Bedingungen durch einen "Bomb Cyclone" brachten starken Schneefall in den Südosten und eisige Temperaturen in weite Teile der Ostküste. Ungefähr 150 Millionen Menschen befanden sich unter Kältewarnungen, als der Sturm in den Atlantik zog.
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